Wirtschaftsgymnasium St. Pauli / Internationale Vorbereitungsklasse

Die Träume

Datum: 11 bis 15. Januar 2016 und 18 bis 22. Januar 2016
Veranstaltungsort: 2 INTERNATIONALE VORBEREITUNGSKLASSEN am Wirtschaftsgymnasium St-Pauli
Klasse: 46 SchülerInnen  im Alter von 15-18 Jahren
LehrerInnen: Christina Stack, Xenia Paschke

 


FilmvermittlerInnen: Vanessa Nica Müller, Doro Carl, Karin Haehnlein, Julia Kapelle, Arne Bunk


Filme/Videos:

 

Lachen (Interviewfilm, 10 Min.)

Die Träume (Spielfilm mit Interviewsequenzen, 10 Min.)

Radus Show (Satire, 5 Min.)

Eine lustige Woche (inszenierte Sketche und Szenen, 6 Min.

Immigration (Interviewfilm, 9 Min.)

Believe the hype (Interview- und Tanzfilm, 6 Min.)

 

 

Projektverlauf/Besonderheiten

 

1. Woche: Der Workshop fand in den Räumen des Wirtschaftsgymnasiums St. Pauli statt, dort sind die Oberstufe der Stadtteilschule am Hafen sowie deren Internationale Vorbereitungsklassen (IVK) situiert. Die Schülerinnen werden auf einen Wechsel in die elfte Klasse der Oberstufe vorbereitet. Dieses ist ein Novum, die IVKs haben bisher auf einen Wechsel in die Mittelstufe und auf eine Berufsausbildung vorbereitet.

Die SchülerInnen der betreffenden IV-Klasse sollen mit intensivem Sprachtraining darauf vorbereitet werden, in einem Jahr die mittlere Reifeprüfung zu bestehen. Der Workshop sollte daher neben der künstlerischen Auseinandersetzung auch dazu beitragen, die Deutsch­kenntnisse anzuwenden und zu vertiefen.

Ausgangspunkt sollte die Auseinandersetzung mit Hamburg und dem eigenen Blick der SchülerInnen auf die Stadt sein. 

Nach einem Vortreffen mit den Lehrerinnen Chistina Starck und Xenia Paschke zeigten wir den SchülerInnen ein Videoprogramm u.a. mit der Thematik Deutschlernen. Bei Beginn der Woche teilte sich die Klasse in drei Gruppen auf. Alle beteiligten sich rege an dem Projekt, arbeiteten auch in den Nachmittag hinein und experimentierten mit verschiedenen Dingen, wie z.B.verkleidet InterviewpartnerInnen zu suchen.

 

2. Woche: Die Vorbereitungsgespräche für beide Workshops verliefen gemeinsam.Mit einem Filmprogramm haben die AnleiterInnen auf den Workshop eingestimmt und einen Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten des Kurzfilms gegeben. Dabei wurden vor allem  Filme ausgesucht, die ohne oder mit möglichst wenig Sprache auskommen. Die Schüler­Innen wurden ermutigt, das Thema „Migration – Heimat“ in kleinen Aspekten und die Woche spielerisch anzugehen. Das wurde gut aufgenommen. Auch das  Programm wirkte anregend und stimmte gut auf die Woche ein. Es gab viele Nachfragen.

Alle Schüler waren erst seit Oktober in diesem Gebäude, und als Filmteam durch das Gebäude zu gehen und Szenen zu drehen, gab ihnen spürbar neues Selbstbewusstsein.

Aus dieser Erfahrung können weitere Filmworkshops für Willkommensklassen sehr empfoh­len werden. Es ermöglicht den SchülerInnen eine andere Art von Kommunikation und einen spielerischen Zugang zur Sprache. Im Falle von Interviews rechtfertigt und motiviert die Aufnahmesituation SchülerInnen andere Menschen anzusprechen, schützt vor Ungeduld bei Verständigungsschwierigkeiten und schafft Raum für neue Erfahrungen und Begegnun­gen in der Stadt des Ankommens. Die Filme selber können als nachhaltiger Sprachkurs genutzt werden.