“Kunst wird nicht unterrichtet,
man begegnet ihr, man experimentiert mit ihr … “ 

Alain Bergala, in: “Kino als Kunst. Filmvermittlung an der Schule und anderswo.”

Die Kurzfilm Schule in Kürze

Von der eigenen Idee zum fertigen Film in nur einer Woche? Die Kurzfilm Schule macht es möglich. Das Klassenzimmer wird kurzerhand zum Filmstudio, zum Animationsatelier und zum Schnittraum. Egal ob Dokumentar-, Trick-, Experimental- oder Spielfilm, wir begleiten jede filmische Form und jeden Schritt des Filmemachens. Die kreative Arbeit übernehmen die Schüler*innen aber ganz allein und selbständig.

Wir bieten in unseren Filmworkshops:

  • Einführung in das Medium Kurzfilm anhand von ausgewählten Beispielen
  • Unterstützung und Betreuung bei der Ideenfindung und Konzeption der Filme durch erfahrene Filmkünstler*innen
  • Technische Einführung in digitale Kamera-, Schnitt- und Animationstechnik
  • Dreh- und Schnittbegleitung bei selbständiger Arbeit in kleinen Gruppen
  • Präsentation der Ergebnisse
  • Kino-Vorführung einer Auswahl an Filmen Anfang Juni im Rahmen des Mo&Friese Junges Kurzfilm Festival Hamburg

Vorhanden sein sollten:

  • Interesse an einer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Medium Film
  • Räumlichkeiten an der Schule während des Workshops
  • Finanzieller Eigenbetrag der Schule von 600 Euro

Die Workshops

Die Arbeit der Kurzfilm Schule (KFS) besteht darin, in fünftägigen Workshops mit Schüler*innen aller erdenklichen Schulformen einen Kurzfilm zu erstellen. Hierbei werden sie durch ein Team von drei Filmkünstler*innen angeleitet.

Für die ästhetische Bildungsarbeit mit Film in der Schule hat sich der Kurzfilm bewährt, da das Format die gemeinsame Betrachtung und konzentrierte Besprechung im Rahmen der Unterrichtszeiten ermöglicht. Darüber sind dem Kurzfilm in Bezug auf unterschiedliche und experimentelle Darstellungs- und Erzählformen keine Grenzen gesetzt. Hier können sich die Schüler*innen ganz frei bewegen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Die Vermittlungsarbeit der KFS besteht vorrangig darin, die SchülerInnen zu eigenen Bildvorstellungen anzuregen und in ihren filmkünstlerischen Ausdrucksformen zu unterstützen. Das dabei angestrebte selbständige und kreative Arbeiten der Schüler*innen braucht Anleitung und ausreichende Betreuung.

Die KFS wendet sich daher an Lehrende, die solche selbständigen ästhetischen Arbeitsprozesse fördern und auch begleiten wollen. Eine filmtechnische Grundausstattung wird seitens der KFS gestellt. Die Schule leistet einen finanzieller Beitrag zu den Workshops in der Höhe von 600 Euro.

Austausch

Da wir uns als eine lernende Institution verstehen, ist ein kontinuierlicher reflexiver Austausch zwischen den Filmvermittler*innen ein wichtiger Bestandteil der KFS.
Eine Beteiligung der Lehrenden an diesem Austausch, beispielsweise in Form eines Feedbacks, wird sehr geschätzt. Denn nur so können die während der Workshops neu gewonnenen Erfahrungen in die Weiterentwicklung des Vermittlungskonzeptes der KFS einfließen.

Filme sind digitale Handarbeit

Seit 2004 sind zahlreiche Filme entstanden, die sich nicht zuletzt wegen der technischen Entwicklung der letzten Jahre weiterentwickelt haben. Der technische Zugang der Kinder und Jugendlichen zu den Möglichkeiten, eigene Filme auch ganz schnell und allein herzustellen, hat sich enorm gewandelt. Alles ist schneller geworden, für jede erdenkliche Hürde gibt es Filter, Apps, vorgefertigte Einstellungen etc.

Genau aus diesem Grund hat sich die KFS dazu entschieden, nach wie vor mit Kameras zu arbeiten, die keinerlei derartige Hilfestellungen anbieten. Wir möchten den Schüler*innen vermitteln, warum welche Entscheidung für welche Einstellung wichtig ist. Dass Licht, Ausschnitt, Winkel, Schnitt beeinflussbare Größen sind, die einen Film und seine Wirkungsweise immens verändern.

Mithilfe eines Greenscreens reisen wir in andere Zeiten und Länder, Filter per Klick bieten wir ganz bewusst nicht an.

Durchgeführte Workshops

Unter “Teilnehmende Schulen” haben wir zahlreiche Workshops und die dort entstandene Filme der letzten Jahre zusammengestellt. Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist es nicht möglich, die Filme auch abzuspielen. Sie werden den Schüler*innen in einer verschlüsselten Variante auf einer Video-Plattform zugänglich gemacht.

Dennoch kann sich hier ein guter grober Überblick verschafft werden, was möglich ist und welche Filmformen wir den Schüler*innen vorstellen und ermöglichen. Vom Dokumentarfilm, über den Horror-Kurzfilm bis hin zu Experimentalkunst … Grenzen setzen wir rein formal keine.