Zentrum für Blinde und Sehbehinderte Borgweg (BZBS)

Legende

Datum: 12.-19.09.2012
Veranstaltungsort: Zentrum für Blinde und Sehbehinderte, Borgweg (BZBS)
Klasse: 12 SchülerInnen aus unterschiedlichen Klassenstufen
LehrerInnen: Katrin Bätje, Christiane Schwerdfeger , Hans-Jürgen Hedrich
FilmvermittlerInnen: Heike Breitenfeld, Julia Kapelle, Jo Zahn

 


Filme/Videos:

Die Borgwegverschwörung (Kurzspielfilm, 8’30 Min.)

Raumschiff Steindl. Die Rache der Blingonen (Spielfilm/Animation,10’02 Min.)

Legende (Dokumentarfilm, 19’51 Min.)

 

 

Projektverlauf/Besonderheiten

Der Filmworkshop fand innerhalb der Schulprojekttage der BZBS statt und dauerte sechs Tage. Er unterschied sich von anderen KFS-Workshops in mehrfacher Hinsicht: Neben der besonderen Situation, dass der Workshop an einer Schule für Sehbehinderte stattfand, wurde das Filmprojekt auch nicht innerhalb eines Klassenzusammenhanges angeboten, sondern für SchülerInnen unterschiedlicher Klassenstufen.

In einem ersten Vorbereitungstreffen mit der Lehrerin wurden die besonderen Bedingungen der Projektwoche besprochen. Zudem wurde das geplante Kurzfilmprojekt von Lina Paulsen vor den Sommerferien den Schülern in der Schulaula vorgestellt.

Am ersten Projekttag wurde nach einer Vorstellungsrunde eine ausgewählte Zusammenstellung von Filmen gezeigt. Da drei Personen innerhalb der Gruppe blind waren, wurden speziell Filme gezeigt, die vor allem oder zumindest auch über das Hören wahrgenommen werden konnten. Die Beschäftigung mit sogenannten „Hörfilmen“ war auch ein großes Anliegen der am Workshop beteiligten LehrerInnen der Schule.

Am zweiten Tag wurden die gesammelten Filmideen konkretisiert und es bildeten sich drei Gruppen. Nach einer technischen Einführung in Kamera und Ton, konnte mit den Drehvorbereitungen begonnen werden.

Die SchülerInnen waren alle sehr motiviert und setzten sich in sehr unterschiedlichen Filmprojekten mit den Themen Verschwörung, Raumfahrt und der Wahrnehmung eines blinden Menschen auseinander. Dabei beschäftigten sich die SchülerirInnen intensiv mit verschiedenen Dimensionen des Filmemachens, wie z.B. Schauspiel, Kulissenbau, Trickanimation, Kameraführung und Filmschnitt. Die Arbeit am Filmton (von der selbst komponierten Filmmusik bis hin zum Klang von Gegenständen) war für zwei Filmprojekte besonders wichtig.

Nicht nur die SchülerInnen, sondern auch die FilmvermittlerInnen der KFS profitierten von dem außergewöhnlichen Workshop in dem die Selbstverständlichkeit der Visualität von Filmen in Frage gestellt wurde.