Informationen für Lehrer

Die KFS begleitet die Schüler in jedem Schritt der Filmproduktion

In fünf- bis zehntägigen Workshops werden die SchülerInnen durch ein Team von FilmkünstlerInnen dazu angeleitet, einen Kurzfilm zu machen. Für die ästhetische Bildungsarbeit mit Film in der Schule sind Kurzfilme besonders gut geeignet. Das Format ermöglicht gemeinsame Betrachtungen und konzentrierte Besprechungen in den Unterrichtszeiten. Darüber hinaus ist der Kurzfilm ein Filmbereich, in dem sich sehr viele unterschiedliche und experimentelle Darstellungs- und Erzählformen versammeln.
 
Die Vermittlungsarbeit der KFS besteht vorrangig darin, die SchülerInnen zu eigenen Bildvorstellungen anzuregen und in ihren filmkünstlerischen Ausdrucksformen zu unterstützen. Das dabei angestrebte selbständige und kreative Arbeiten der SchülerInnen braucht Anleitung und ausreichende Betreuung. Die KFS wendet sich daher an Lehrende, die solche selbständigen ästhetischen Arbeitsprozesse fördern und auch begleiten wollen. Eine filmtechnische Grundausstattung wird seitens der KFS gestellt. Ein finanzieller Beitrag zu den Workshops von Seiten der Schule (in der Höhe von 600 Euro) ist erwünscht.
 
Die KurzFilmSchule versteht sich als eine lernende Institution. Ein kontinuierlicher Austausch zwischen den Filmvermittlern zum Zwecke der Reflexion ihrer Arbeit ist daher ein wichtiger Bestandteil der KFS. Eine Beteiligung der Lehrenden an diesem Austausch, beispielsweise in Form eines Feedbacks, wird erwartet. So fließen die während der Workshops neu gewonnenen Erfahrungen in die Weiterentwicklung des Vermittlungskonzeptes der KFS ein.


Anmeldung und idealer Workshopverlauf

1. Anmeldung bei der KurzFilmSchule durch die zuständigen LehrerInnen möglichst frühzeitig, mindestens jedoch 8 Wochen vor Workshopbeginn. Ausfüllen des Planungsprotokolls für erste Informationen und als Grundlage für erste Vorbereitungen des Workshops seitens der AnleiterInnen.

2. Das Anleiterteam nimmt mit der zuständigen LehrerIn Kontakt auf und vereinbart ein erstes Treffen zwischen LehrerInnen (bei dem Treffen sollten möglichst schon alle betreuenden LehrerInnen anwesend sein) und dem Anleiterteam, ca. 4 Wochen vor Workshopbeginn.

3. Vorbereitungstreffen in der Schule (mind. 2 Schulstunden, ca. 1-2 Wochen vor Workshopbeginn). Hier stellen sich die Anleiter der Schulklasse vor und präsentieren ein Kurzfilmprogramm (ca. 30 min.) Das Filmprogramm ist nach den Informationen aus dem Vorgespräch mit der LehrerIn thematisch zugeschnitten, formal abwechslungsreich und zeigt unterschiedliche Arbeitsweisen und Techniken, von denen sich die SchülerInnen anregen lassen können.

4. Workshop (mind. 5 Tage, mind. 4 -5 Std. pro Tag). Die Schüler sollten in dieser Zeit keine anderen schulischen Aufgaben zu erledigen haben. Es sollte die Möglichkeit bestehen, auch länger arbeiten zu können, wenn es von den Schülern gewünscht wird und die Dynamik des kreativen Prozesses befördert.


Möglicher Wochenplan
Montag: Transport der Technik, Ideenentwicklung, Zuordnung der Gruppen zu den jeweiligen AnleiterInnen, Kennenlernen, Ausarbeitung der Ideen, Beratung der Gruppen, Organisation, erste Kameraübungen.

Dienstag: Kamera und Technikeinführung, Technikverteilung auf die Gruppen, Aufnahmen, möglicherweise Eindigitalisieren der ersten Aufnahmen, Überarbeitung der Ideen nach ersten Praxiserfahrungen und eventuell erster Sichtung des aufgenommenen Materials


Mittwoch: Überarbeitung der Ideen nach ersten Praxiserfahrungen und eventuell erster Sichtung des aufgenommenen Materials, weitere Dreharbeiten, Eindigitalisieren, (weitere) Materialsichtung, Nachdrehen, Schnitteinführung, Aufgabenteilung innerhalb der Gruppen: Da am Schnitt nicht mehr als 3 SchülerInnen aktiv beteiligt sind, bietet sich eine Aufgabenteilung an: Schnitt, Nachdreharbeiten, Tonaufnahmen oder sonstige für die Realisierung des Kurzfilms erforderliche Tätigkeiten.


Donnerstag: Aufgabenteilung innerhalb der Gruppen: Tonaufnahmen, Schnitt, Musik, Textproduktion, etc., Fotos für den Abspann und die DVD. Da der Film weitgehend fertiggestellt werden muss, ist erfahrungsgemäß langes Arbeiten erforderlich.


Freitag: Fertigstellung (Abspann), Zusammenstellung der DVD. Für den Abschluss des Workshops mit einer internen Präsentation der entstandenen Filme und anschließender Feedbackrunde sollte ausreichend Zeit bleiben. Die Filme sollten in angemessener Größe projiziert und damit gewürdigt werden. Ohne die Schüler muss das Anleiterteam dann die Technik sortieren und zusammenpacken und meist auch die DVDs brennen bzw. kopieren. Dies nimmt weitere 3-5 Stunden in Anspruch, die zumindest eine LehrerIn noch in der Schule bleiben muss. Rücktransport der Technik.