Gesamtschule Mümmelmannsberg

Bunny Hood

Datum: 21.–28.08. 2006
Schule: Gesammtschule Mümmelmannsberg
Klasse: 11. und 12. Kl. (18 SchülerInnen)
LehrerInnen: Klaus Ebel, Volker Krane
FilmvermittlerInnen: Dorothea Carl, Kristina Krumes, Arne Bunk, Julia Kapelle (Hospitanz)

Filme/Videos
Bunny Hood – Wahre Lügen, gelogene Wahrheiten (Dokumentalfilm)

Projektverlauf/Besonderheiten

Dieser Workshop kam durch eine Anfrage von Michaela Hagmann/pro Quartier e.V. während der Projektwoche an der Gesamtschule Mümmelmannsberg zustande und wurde von “pro Quartier e.V“. co-finanziert. Der Workshop bezog sich thematisch auf die negative und nachweislich fälschliche Berichterstattung im ZDF über die Schule und die Lebenswelt der Jugendlichen im Stadtteil. Die ZDF Reportage wurde im Vorwege des Workshops mit den Schülern analysiert.

Zur Einstimmung wurden den Schülerinnen einige exemplarische Kurzfilme aus dem Archiv der KFA gezeigt und mit ihnen diskutiert. Es bildeten sich drei Gruppen mit den Interessensschwerpunkten Animation/ Pixillation, Reportage/Parodie und Experimente mit Wahrnehmung von Zeit und Geschwindigkeit. Nach der Ideenentwicklung und ersten Aufnahmen war die Motivation der Schülerinnen sehr hoch, die gerade erlernten Techniken eigenständig auszuprobieren und weitere Ideen umzusetzen. In einem weiteren Schritt wurden die Ergebnisse der drei Gruppen zu einem Film zusammengefügt, was den Austausch unter den Gruppen förderte. Während der Schnittphase wurden zusätzliche Ton- und Musikaufnahmen gemacht und in allen Gruppen genutzt. Parallel wurde von unbeschäftigten SchülerInnen das Making of und eine Pannenshow geschnitten, gemeinsam die DVD-Hülle gestaltet und mit einer Inhaltsangabe versehen.

Die erste Vorführung von “Bunny Hood...“ fand bei dem Projektwochenfest der Schule statt und stieß auf sehr positive Resonanz. Eine öffentliche Präsentation erfolgte bei einem Stadtteilrundgang unter dem Motto “Große Wände – Kurze Filme“, initiiert von “pro Quartier e.V.“ bei dem von der Gruppe “A Wall is a Screen“ an verschiedenen Orten Kurzfilme projiziert wurden.

 

Aus unserer Sicht war es ein gelungenes Projekt mit einem überzeugenden Produkt am Ende. Die Art, mit der die drei Anleiter in die Gruppe kamen, wirkte überaus motivierend auf die Jugendlichen. Viele, die vormals kaum Berührung mit den neuen Medien hatten, waren im Laufe der Woche sehr intensiv an die Arbeit mit den Rechnern herangeführt worden. Die Anleiter zeigten immer wieder die Möglichkeiten der Technik auf, ohne jedoch die Jugendlichen zu sehr in ihre Richtung zu steuern. Die ruhige und geduldige Art der drei Anleiter trug zu einer überaus freundlichen, produktiven und kreativen Atmosphäre bei.“ (Zitat aus Nachbericht der Lehrer Krane und Ebel)